Trans Apennin - Lago Fiastra > Marina di Massa (Riviera)

Pennino

Level 3 - für Fortgeschrittene und Könner

Fahrleistungen: 10 Etappen mit 18 600 Hm bergauf, 19 250 Hm bergab und 665 km, Begleitfahrzeug

Preis pro Person: 725.- Euro

Termin:          10.06. - 21.06.2012

Tourguide:      Achim Zahn

 

TRANS APENNIN

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Die Mountainbiker des Südens.

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 seit 1989

KAMPF, EKSTASE, EIN RAUSCHENDES FEST - CORSA DEI CERI: EINE IN EUROPA EINMALIGE LANGSTRECKE DURCH DAS WILDE UND EINSAME APENNIN-GEBIRGE

Jedes Jahr feiert Gubbio, eine Stadt im Apennin-Gebirge, zur Erinnerung an seinen Schutzpatron, den heiligen Ubaldo, im Mai die Festa dei Ceri. Die Corsa durch die Gassen ist keine Prozession, es ist eine selbst für Italien einzigartige Leidenschaft von Menschen, die im Apennin leben, von seinen Bergen, Wäldern und Tälern geprägt wurden und werden, ein Parcours der Freuden und Schmerzen, die Corsa dei Ceri.

1990 hat der CAI (Club Alpino Italiano) durch den Apennin eine Mountainbike-Marathonstrecke ausgewiesen. Die 500 Kilometer lange Grande Escursione Appenninica (GEA) führt 15 000 Höhenmeter bergauf und bergab von San Sepolcro in der Toskana über die Höhenzüge der Emilia Romagna bis in die ligurischen Berge nördlich von La Spezia. Die Stollenreifen walken in 7 Tagen 60 Stunden lang über weiche und harte Pfade, sanfte und wilde Schotterpisten und schmale Teersträßchen. Von 2002 bis 2004 hat Serac Joe die GEA dreimal mit Kunden erlebt. Von 2005 bis 2008 überquerte Serac Joe das Apennin-Gebirge am Stiefelrand Italiens, im Rahmen der TransItalia von Cesenatico an der Adria nach Lerici an der Riviera fünfmal.

Doch da bleiben noch Lücken auf unserer Landkarte. Sie wecken die Leidenschaft forschender Augen. Wochenlang, oft mehrmals am Tag bin ich die Trails auf den Topokarten abgefahren, habe die Ecken und Furchen auf Google Earth studiert, die Erfahrungen italienischer Bergradler gemustert, auf meine Erlebnisse und Erkundigungen zurückgeblickt. Abgewägt, geändert, verworfen und entdeckt. Entstanden ist die neue Route der Trans Apennin. Sie beginnt am Lago Fiastra, wo die Trans Abruzzen endet. Der Apennin zeigt sich dort als Hügelland, ohne klare Linien. Da kann man locker 5000 Höhenmeter machen und ist keine 50 Kilometer weiter gekommen. Das Bergland ist zersiedelt, es gibt nur wenige Unterkunftsmöglichkeiten. Uralte Routen der Wallfahrer von einer Einsiedelei zur nächsten weisen den Weg, zeigen, wo man sehr gut essen kann. Nach einer Strecke von 100 Kilometern werden die Berge höher. Der Monte Cucco hat durchaus alpinen Charakter. Die Monti Catria, Petrano und Nerone haben die Geschichte des Giro d’Italias mitgeschrieben, Sieger und Verlierer hervorgebracht. Und die Straßen an diesen Apennin-Häuptern sind auch heute noch auf weiten Strecken gekiest. An der toskanischen Apennin-Kante, über Gubbio und San Sepolcro treffen wir erstmals auf verblichene Markierungen der GEA. Bei der Grande Escursione Appenninica handelt es sich nicht nur um einen Weg. Es gibt Trassen für Radler, Geher und Trekker. Auch ist vieles bei diesem Langstrecken-Projekt des CAI Wunschgedanke geblieben, hat die wilde Apennin-Natur Spuren verschlungen. Die Trans Apennin folgt dem hohen Weg. Das bringt eine große Menge an Trail-Kilometern, erspart Tausende an Höhenmetern, erhöht aber auch die Schiebezeit. Erst am vorletzten Tourentag, vier Stunden nordwärts des heiligen Sees, in der einzigen Bar des Wallfahrerortes San Pellegrino in Alpe schwenkt die Trans Apennin auf die Route der TransItalia ein, um das Finale nochmals erleben zu dürfen: Zur Küste der Riviera hin ragt aus dem Tal des Serchio ein gewaltiger Bergstock, durchzogen von feinen weißen Adern aus Marmor. Die Abfahrt vom Apennin endet abrupt an den schroffen Flanken der Alpi Apuane, auf den ersten Blick unwegsam. Bereits im 16. Jahrhundert bezwangen die Bischöfe dieser Landstriche der Toskana diese Barrikade durch den Bau der Via Vandelli. Ihre aus Felsquadern geschlichtete Trasse klebt an nackten Felswänden, zeichnet eine feine Linie durch steilste Geröllreisen, schraubt sich gleich der Form eines Korkenziehers in den Himmel, windet sich aus dem Himmel in gleicher Gestalt auf die Erde zurück - fordert Up- wie Downhiller gleichermaßen.

Die neue Trans Apennin (Corsa dei Ceri) vereinigt Training, Abenteuer, Natur, Kultur und Erlebnis in einem - wild, im Frühjahr oft noch weiß, wacht der knapp 2200 Meter hohe Monte Cimone über das weite Land, im Rücken spürt man noch das Gleißen des Trasimenischen Sees, während die Gedanken bei den schweigsamen Einsiedlern eines Klosters hängen, die an Umberto Eccos verfilmten Roman >> Der Name der Rose << erinnern.

 

PROGRAMM     

SONNTAG, 10.06.2012 (Hinweis: der Termin wurde um einen Tag nach hinten verschoben):

Anreise mit dem Serac Joe-Bus ab München-Hohenbrunn (Abfahrt gegen 7.30 Uhr) über Innsbruck, Bozen, Modena und Ancona zum Lago Fiastra (Ankunft gegen 17.30 Uhr), gemeinsames Abendessen mit Tourenbesprechung und Übernachtung in Landgasthof

 

MONTAG:

1. Etappe – Über den Monte Fiegni nach Sankt Eustachio, ab Lago Fiastra (650 m) über den Monte Fiegni (1323 m), nördlichster Berg im Nationalpark Monti Sibillini, zum Lago di Pievefavera (300 m, von den Einheimischen Lago di Caccamo genannt), an der Einsiedelei Statte vorbei zur Grotte Sankt Eustachio und über die Cuppuccini-Hügel zur Spaghetteria Risotteria >> La notte degli Oscar << in Matelica (354 m), Abendessen und Übernachtung in Gasthof, 1900 Hm bergauf, 2200 Hm bergab und 76 km, keine Schiebepassagen

 

DIENSTAG:

2. Etappe – Über den Monte Cucco zum Sentiero 5, ab Matelica (354 m) um den Monte Vernale (Sattel 750 m) nach San Silvestro im Valleremita (450 m), über den Torrente Gaino (370 m) und lange Bergfahrt auf Schotter zum Monte Cucco (1566 m, bis 1350 m Höhe fahrbar, dann zu Fuß, prachtvoller Rundblick). Nach Rast im Albergo da Tobia (1070 m) auf toller Waldpiste um den gewaltigen Gipfelkegel und schwere Trail-Abfahrt auf dem Sentiero 5 durch die Scarpa del Diavolo nach Pascelupo (400 m) mit faszinierenden Blicken auf die Einsiedelei San Emiliano in einem unzugänglichen Graben am steilen Cucco-Hang. Abendessen und Übernachtung in Gasthof in Sassoferrato (385 m), 1800 Hm bergauf, 1750 Hm bergab und 65 km, kurze Schiebestücke auf dem Sentiero 5

 

MITTWOCH:

3. Etappe – 100 Jahre Giro d’Italia: Über die Monti Catria und Nerone zur Via Flaminia, ab Sassoferrato (385 m) zum Monastero di Fonte Avellana und durch 30 Schotter-Serpentinen durch eine blumenreiche Wildnis hinauf zum Monte Catria (1701 m) mit einer gigantischen Aussicht auf die zu Füßen liegende Landschaft der Marken, auf weit ausholenden Asphaltschlaufen um den Monte Acuto und vogelwild abseits von Straßentrassen hinab nach Cantiano (360 m), einem ehemaligen Etappenposten der römischen Via Flaminia, aus dem tiefen Graben (400 m) am Fuße des Monte Petrano auf weit ausholenden Schotterschleifen zum Gipfel des Monte Nerone (1525 m) und jenseits auf Trails und Asphalt hinab nach Apecchio (490 m) Abendessen und Übernachtung in Gasthof, 3000 Hm bergauf, 2900 Hm bergab und 95 km, keine Schiebepassagen

 

DONNERSTAG:

4. Etappe – An der Toskanischen Apennin-Kante über dem Valtiberina, ab Apecchio (490 m) auf Asphalt zur Bocca Serriola (730 m) und den Rest des Tages auf Naturbelägen stets an der Apennin-Kante zur Fonte Abeti an der Bocca Trabaria (1070 m), auf der GEA (Grande Escursione Appenninica vom Club Alpino Italiano) über die Alpe della Luna (1300 m) zum Passo Viamaggio (983 m), an der Einsiedelei Cerbaiolo am Monte Cavallo vorbei nach Pieve Santo Stefano (439 m) und über den Monte Calvano (1254 m) in das Bergdorf Chiusi della Verna (952 m) Abendessen und Übernachtung in Gasthof, 2200 Hm bergauf, 1750 Hm bergab und 84 km, etwa 15 min Schieben am Monte Calvano

 

FREITAG:

5. Etappe – Auf der Apennin-Schneide über dem wilden Casentino, ab Chiusi della Verna (952 m) lange Trail-Abfahrt nach Rimbocchi (550 m), weiter auf Asphalt nach Badia Prataglia (830 m) im Nationalpark Monte Falterone, auf Schotter durch einzigartige Buchenwälder mit gurgelnden Wasserkaskaden zum Passo Fangacci (1234 m) und nun stets auf der Apennin-Schneide den GEA-Trails folgend vorbei an der Eremitage Camoldi über den Poggio Scali (1520 m) zum Passo la Calla (1296 m), einfach um den Monte Falco und verwegen in den Felsen des Poggio Piano zum Passo Muraglione (907 m), Abendessen und Übernachtung in Gasthof, 1800 Hm bergauf, 1850 Hm bergab und 59 km, sehr lange Trail-Abschnitte mit immer wieder mal kurzen Schiebestücken auf der GEA

 

SAMSTAG:

6. Etappe – Auf hohen Wegen durchs wilde Barberino di Mugello , ab Passo Muraglione (907 m) über die gottverlassene Alpe di San Benedetto (Monte Peschiena, 1198 m) zur Colla di Casaglia (913 m), weiter auf der GEA zum Passo del Giogo (894 m), Passo della Futa (903 m) und über den Monte Citerna ins Bergdorf Montepiano (706 m), Abendessen und Übernachtung in Gasthof, 1500 Hm bergauf, 1700 Hm bergab und 65 km, sehr lange Trail-Abschnitte mit auch längeren Schiebeabschnitten stets auf der in diesem Bereich kaum begangenen GEA

 

SONNTAG:

7. Etappe – In den hintersten Apennin-Winkel – das Ende ist mein Anfang, ab Montepiano (706 m) auf Schotter zum Passo dell Alpe di Cavarzano (1012 m), auf einem steilen Hohlweg durch Märchenwald zu den Felsschneiden des Monte delle Scalette (1186 m) und jenseits hinab in den längsten Graben der le Valli. Aus dem Suviana-Schlund (655 m) über den Monte la Croce (1318 m) zum Passo della Collina (932 m) und nach Pracchia (607 m) an der Porettana, der ersten Bahnverbindung von Pistoia über den grünen, schwer zugänglichen Apennin nach Bologna. Schließlich Bergfahrt auf schmaler Teerpiste ins zauberhafte Bergdorf Orsigna (806 m, Heimat und Ruhestätte des bekannten Journalisten Tiziano Terzani). Eingebettet zwischen den höchsten Apenninkämmen leben hier noch 61 Menschen. Abendessen und Übernachtung in Gasthof, 1700 Hm bergauf, 1600 Hm bergab und 55 km, etwa 20 min Schieben bergauf und 15 min bergab

 

MONTAG:

8. Etappe – Beinharte und mattenweiche Trails über die Montagna an der Grenze zwischen der Toskana und Emilia Romagna, ab Orsigna (806 m) lange Bergfahrt auf neuzeitlichem Kies und römischen Pflaster zum Rifugio Portafranca (1570 m), dann Wiesen-Trails mit längeren Schiebestücken durch die Cornaccio-Scharte (1847 m) zum Rifugio degli Abruzzi am Lago Scaffaiolo (1780 m). Nach der Brotzeit einfach am Apennin-Kamm zum Passo di Croce Arcana (1652 m), wo alte Kanonen an den Krieg erinnern, weiter auf einem Hochgebirgs-Trail mit längeren Schiebestücken mit herrlichen Blicken hinüber zum Monte Cimone über die Cima Tauffi zum Gipfel des Libro Aperto (1937 m) mit langer Trail-Abfahrt nach Abetone (1325 m). Schließlich nach der grandiosen Fahrt auf der gepflasterten Strada del Duca zum Passo di Annibale (1529 m) eine etwas beschwerliche Schiebeeinheit in reizvoller Hochgebirgslandschaft hinüber zum Lago Santo (1501 m), Abendessen und Übernachtung in Berghütte, 2300 Hm bergauf, 1600 Hm bergab und 48 km, sehr lange Trail-Abschnitte mit auch längeren Schiebeabschnitten stets am Grenzkamm

 

DIENSTAG:

9. Etappe – Der Grafagnana-Bergmarathon, ab dem heiligen See (1501 m) auf Pfad zum Sattel (1710 m) zwischen den imposanten Berggestalten des Monte Giovo und der Cima dell’Omo, weiter auf der GEA stets die Höhe haltend zur Wallfahrtskirche San Pellegrino in Alpe (1529 m). Auf alten Partisanenwege bergauf, bergab durch entlegene Apennin-Wälder zum Passo Lama Lite (1764 m). Nach der Brotzeit in der Battisti-Hütte des italienischen Alpenvereins lange Trail-Abschnitte mit grandiosen Panoramen der Apuanischen Alpen über die Schneide des Monte Sillano (1821 m) zum Passo Pradarena (1568 m), Abendessen und Übernachtung in Gasthof >> carpe diem <<, 1600 Hm bergauf, 1550 Hm bergab und 48 km, sehr lange Trail-Abschnitte mit auch längeren Schiebepassagen bergauf (etwa 3 mal 20 min)

 

MITTWOCH:

10. Etappe – Auf der Via Vandelli über die Apuanischen Alpen zur Riviera, ab Passo Pradarena (1568 m) lange Abfahrt auf Asphalt und Schotter nach Piazza al Serchio (494 m), weiter zu den Brüchen des weißen Marmors von Carrara und auf der 17 Kilometer langen Trasse der Via Vandelli über den Passo della Tambura (1620 m) zum Rifugio Nino Conti (1400 m). Die Hütte klebt wie ein Adlerhorst am nackten, haltlosen Fels der gewaltigen apuanischen Flanken. Spektakulär, atemberaubend geht es hinunter zur Riviera, nach Marina di Massa (0 m), Abendessen und Übernachtung in Hotel, Abschlussabend am Meer 1500 Hm bergauf, 3050 Hm bergab und 70 km, sehr lange Trail-Abschnitte bergauf wie bergab, etwa 30 min Schieben bergauf und 15 min Schieben bergab

 

DONNERSTAG, 21.06.2012:

Heimreise mit dem Serac Joe-Bus ab Marina di Massa, Ankunft in München gegen 15.30 Uhr

 

ANFORDERUNGEN

Voraussetzung für ein erfolgreiches Gelingen ist eine sehr gute Grundausdauer und Freude am Erlebnis „Hochgebirge“ in der Gruppe, wozu auch die Bereitschaft gehört, das Bike mal über einen längeren Streckenabschnitt zu schieben.

Längere Schiebepassagen, ein fahrtechnisches Können ist erforderlich, sehr gute Grundausdauer - Richtlinie: 350 Hm in der Stunde auch über einen längeren Zeitraum hinweg

 

LEISTUNGEN

Organisation, Führung und Betreuung, Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport, An- und Rückreise ab/bis München/Innsbruck.

 

TERMIN UND PREIS

So 10.06. - Do 21.06.2012             725.- Euro

 

AN-/RÜCKREISE

Die An-/Rückreise erfolgt mit dem Serac Joe-Bus ab/bis München oder Innsbruck. Abfahrt in München ist gegen 7.30 Uhr, Rückkunft am Abreisetag gegen 15.30 Uhr.

 

HINWEISE

Die Kosten für die Übernachtungen und Verpflegung (insgesamt je nach Bedarf etwa 55.- Euro pro Tag) müssen gesondert getragen werden. Die Gesamtkosten der Trans Apennin Tour mit 11 Übernachtungen, 10 Fahretappen, Begleitfahrzeug und Gepäcktransport, An- und Rückreise betragen etwa 1350.- Euro.

Objektive wie subjektive Gründe (z.B. Wetter, Materialschäden, Krankheit) können zu einer Abänderung der geplanten Tagesetappen führen. Bei Bedarf können einzelne Etappen im Begleitbus mitgefahren werden.

 

AUSRÜSTUNG

Jeder Teilnehmer erhält mit der Buchungsbestätigung eine AUSRÜSTUNGS-CHECK-LISTE.