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Die Mountainbiker des Südens.

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 seit 1989

RUND UM TRIENT

1991 kletterten Reinhold Messner und Hans Kammerlander in 41 Tagen gute 1000 Kilometer weit und mehr als 100 000 Höhenmeter bergauf wie bergab, genau auf der Landesgrenze entlang, über 300 Gipfel hinweg, rund um Südtirol. Diese Gewalttour war nicht als bergsteigerische Höchstleistung geplant, sie war ein Grenzgang anderer Art. Mit ihrer Aktion wollten die beiden Südtiroler dazu anregen, über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ihres Landes nachzudenken.

2003 umrundeten die Südtiroler Roland Taibon und Christoph Riegler ihre Heimat mit dem Mountainbike, möglichst nah an der politischen wie persönlichen Grenze. 43 000 Höhenmeter und 1035 Kilometer bewältigen sie in 15 Tagen auf ihrer in jahrelanger Arbeit ausgetüftelten Runde.

Sommer 1917, Monte Altissimo: Im Schutze eines Felsen unter der Bocca Paltrane kauert ein Soldat. Vor seinen Augen ein Feldstecher, griffbereit zur rechten Seite ein Stutzen. In der Hutschleife steckt die Feder eines Adlers, ein Alpini. Feldwache. Plötzlich taucht über der Kante einer Felsrippe der zersauste Spielhahnstoß eines Tiroler Kaiserjägers auf. Am Kragenspiegel das Edelweiß... Im Gebirgskrieg verlief die Front über mehrere Jahre zwischen dem Kaiserreich Österreich-Ungarn und dem Königreich Italien auf weiten Strecken an der heutigen Regionsgrenze von Alto Adige (Südtirol) – Trentino (Trient) zu Venetien und der Lombardei. Diese Kampflinie musste versorgt werden. Ein riesiges Netz an tollkühnen und vom Feindesblick versteckten Nachschubwegen entstand. Da die Truppen damals noch nicht motorisiert waren, wurden in erster Linie Maultier- und Karrenwege gebaut. Viele dieser “vecchie strade militare“ ermöglichen heute Mountainbikern ein erlebnisreiches Unterwegssein zwischen Geschichte und Natur.

2007 umrundete Serac Joe mit sieben Pionierbikern die Provinz Trentino, immer nah an den Grenzen zu Alto Adige, Venetien und der Lombardei, mit so wenig Schiebepassagen wie möglich. Entstanden ist eine Ronda der Extreme, 34 050 Höhenmeter und 878 Kilometer aufgeteilt in 13 Etappen, eine Route mit vielen Gesichtern durch ein Land der Kontraste. Großes Kino in den Dolomiten, der Pala, am Gardasee und über den Bergriffen der Etsch. Geschichtsträchtige Wege am Pasubio, auf der Hochebene der Sieben Gemeinden oder im Adamello-Gebirge. Pisten und Trails im Urgestein zehren an der Substanz wie die vielen, vielen Stunden im Sattel. Eine Runde, die Spuren hinterlässt.

Serac Joe bietet die RondaExtreme Trentino in drei Versionen an. So besteht auch die Möglichkeit, die komplette Umrundung auf zwei Jahre zu verteilen:

RondaExtreme Trentino 1 - Rund um Trient, 13 Etappen ab/bis Kurtatsch, 34 050 Hm + 878 km

RondaExtreme Trentino 2 - Kurtatsch > Riva, 7 Etappen, 18850 Hm + 494 km

RondaExtreme Trentino 3 - Riva > Kurtatsch, 6 Etappen, 15200 Hm + 384 km

 

PROGRAMM     Kurtatsch (Etschtal) > Kurtatsch

SAMSTAG:

Anreise privat nach Kurtatsch im Etschtal (Brenner-Autobahn, Ausfahrt Egna, Ora), Treffpunkt gegen 19.00 Uhr, gemeinsames Abendessen mit Tourenbesprechnung, Übernachtung in Gasthof

 

SONNTAG:

1. Etappe - Naturpark Trudner Horn und Latemar-Gruppe, ab Kurtatsch (333 m) mit Blick auf die Haderburg (im Etschtal einziges Relikt der ehemaligen Grenze zwischen dem Kaiserreich Österreich-Ungarn und dem Königreich Italien) über die Etsch (212 m) und bergauf zum Trudner Horn (1730 m), durch viele Kehren hinab nach Kaltenbrunn (991 m) und zwischen den markanten Gipfeln des Weiß- und Schwarzhorn hindurch (Jochgrimm, 1990 m) am Saum der Latemar-Felsen zum Karer-Paß (1745 m) und bergab nach Moena (1184 m) im Fleimstal, Abendessen und Übernachtung in Gasthof, 3300 Hm bergauf, 2450 Hm bergab und 77 km, keine Schiebepassagen

 

MONTAG:

2. Etappe - Um die Marmolada, ab Moena (1184 m) auf dem Avisio-Radweg nach Campitello im Fassatal (1448 m) und durch das märchenhafte Valle Duron zum Mahlknecht-Joch (2187 m, unter den Rosengarten-Spitzen und über der Seiser Alm) hinauf, weiter auf dem Schneid-Trail über die Plattkofelhütte (2297 m) zum Selljoch (2240 m), nach der Pasta im Rücken des Langkofels auf der legendären Via Viel dal Pan (Bindelweg) im Hauch der Marmolada-Eisfetzten zum Lago di Fedaia (2057 m), schließlich auf der Südseite der Königin der Dolomiten auf einer vergessenen „vecchia strada militare“ über die Forca Rossa zum Passo di San Pellegrino (1907 m), Abendessen und Übernachtung in Hotel, 3400 Hm bergauf, 2650 Hm bergab und 74 km, 30 min Schieben bergab und 75 min Schieben bergauf

 

DIENSTAG:

3. Etappe Pale di San Martino, ab Passo Pellegrino (1907 m) auf Schotter über den Passo di Lusia (2055 m) zum Lago di Paneveggio (1600 m) und durch das Val Venegia zur Baita Segatini mit der Punta di Rolle (2222 m), der Aussichtskanzel nur einen Steinwurf entfernt von den gewaltigen Zinnen der Pala-Dolomiten, nach Torta und Capucchino auf altem Saumweg über den Passo del Colbricon (1908 m) zur Malga Tognola (1988 m) und auf dem Sentiero della Pace 1000 Höhenmeter bergab nach Caoria (828 m) mit der Refavaie-Hütte, schließlich auf einer “vecchia strada militare” locker zum Passo Cinque Croci (2018 m) und atemraubend um die felsige Cima d’Asta über die Forcella Magna (2117 m) nach Castello Tesino (871 m), Abendessen und Übernachtung in Gasthof, 3300 Hm bergauf, 4300 Hm bergab und 97 km, schwierige Trail-Abfahrt mit Schiebestücken nach Caoria, an der Cima d’Asta 60 min Schieben bergauf und 15 min bergab

 

MITTWOCH:

4. Etappe Altopiano dei Sette Comuni, ab Tesino (871 m) in abenteuerlicher Streckenführung in die Valsugana (263 m) hinunter und durch das Loch des Col del Vento den Felsabbruch zur Barricata-Hütte (1351 m) hinauf, auf steinigen, ehemaligen Kriegstraßen über das karstige Altopiano zum Bivio Italia (2055 m) am Ortigara und weiter am gewellten Kamm durch die Porta Manazzo zum Monterovere (1255 m), wo der Kaiserjägerweg vom Caldonazzo-See heraufführt, Abendessen und Übernachtung in Berggasthof, 2400 Hm bergauf, 2000 Hm bergab und 68 km, keine Schiebepassagen

 

DONNERSTAG:

5. Etappe Pasubio, ab Monterovere (1255 m) zum Werk Belvedere Gschwendt und über den Sommo Alto (1613 m) zum Passo Coe (1610 m), weiter auf dem grandiosen „Sentiero im Zeichen einer weißen Taube“ am Abhang über den Monte Maggio (1853 m) zum Passo della Borcola (1207 m) und der Strada degli Scarubbi zur Porte del Pasubio mit der Generale-Achille-Papa-Hütte (1929 m), nach der Pasta zu den Sette Croci und über den Pasubio-Rücken (2077 m) zur Lancia-Hütte (1825 m), schließlich von der Bocchetta di Foxi (1720 m) anspruchsvolle Trail-Abfahrt durch über 50 Haarnadelkurven hinab nach Anghebeni in der Vallarsa (674 m), Abendessen und Übernachtung in Gasthof, 2650 Hm bergauf, 3250 Hm bergab und 72 km, sehr lange Single Track-Abschnitte mit je nach Verhältnissen und Fahrkönnen mehr oder weniger langen Schiebestücken

 

FREITAG:

6. Etappe – Über den Zugna-Rücken zurück ins Etschtal, aus der Vallarsa (674 m) über den Monte Zugna (1864 m) zum Passo Buole (1450 m) mit einer tollen Schau auf Pasubio, Carega, Monte Baldo und zur Etsch, zuletzt lange Abfahrt nach Ala (180 m), Abendessen und Übernachtung in Gasthof, 1500 Hm bergauf, 2000 Hm bergab und 46 km, kurze Schiebestücke auf dem Sentiero della Pace

 

SAMSTAG:

7. Etappe Am Altissimo, 2000 Meter über dem Gardasee, ab Ala (180 m) auf den Monte Vignola (1500 m) und durch eindrucksvolle Kehrtunnel am Abhang zur Etsch über den Corno di Paura (1539 m) zur Bocca del Creer (1617 m), weiter auf alten Dynamite Trails über den Monte Altissimo (2079 m) mit eindrucksvollen Tiefblicken auf den Gardasee nach Riva (66 m), Abendessen in Pizzeria, Übernachtung in Hotel, 2300 Hm bergauf, 2400 Hm bergab und 60 km, kurze Schiebestücke bergab auf dem Sentiero 601

Hinweis: Die Teilnehmer der RondaExtreme Trentino 3 von Riva nach Kurtatsch treffen sich gegen 16.00 Uhr in Kurtatsch (Anreise privat) und werden vom Serac Joe-Bus nach Riva gefahren, wo am Sonntag die Tour startet.

 

SONNTAG:

8. Etappe Alto Garda, ab Riva (66 m) auf der alten Ponalestraße zum Passo Rocchetta (1159 m), weiter auf der klassischen Route zum Passo Nota (1240 m) und der immer wieder spannenden Streckenführung der legendären Tremalzo-Bergstraße folgend zum Rifugio Garda (1702 m), nach der Pasta bergab zur Bocca di Lorina (1431 m) und durch fünf Felsgallerien, um einen Tunnel herum und über einen hinweg zu den verlassenen Gipfelkavernen am Monte Caplone und im Grat der Cima Tombea (1950 m), dann lange Abfahrt zum Idrosee im Val Giudicarie (390 m), Abendessen in Pizzeria, Übernachtung in Gasthof, 2800 Hm bergauf, 2450 Hm bergab und 61 km

Hinweis: Die Teilnehmer der RondaExtreme Trentino 2 von Kurtatsch nach Riva werden nach dem Frühstück vom Serac Joe-Bus nach Kurtatsch gefahren, weitere Heimreise privat.

 

MONTAG:

9. Etappe Unterm Eis der Adamello-Berge, ab Storo (390 m) nach Riccomassimo (752 m) an der Grenze der Provinz Trentino zur Lombardei und auf der Strecke der Rampidone zum Col Perpetue (2009 m), weiter auf einsamsten Alpini-Trails über den Monte Brealone (2268 m) in den hintersten Kessel des Val Aperta, über die Sella di Bondolo (940 m) zum Rio Chiese und die ex Festungen Corno, Larino und Bondo passierend auf der alten Saumroute von Brescia-Tonale nach Tione di Trento im Tal der Sarca (590 m), schließlich auf Via San Vili das Val Val Rendena hinauf nach Pinzolo (770 m), dem Tor zum Adamello-Gebirge, Abendessen und Übernachtung in Hotel, 2900 Hm bergauf, 2500 Hm bergab und 80 km, 10 min Schieben bergauf

 

DIENSTAG:

10. Etappe Um die Presanella, ab Pinzolo (770 m) auf der Via San Vili im Banne der Brenta-Bastion nach Madonna di Campiglio (1522 m), ab dem Campo Carlo Magno (1681 m) auf der “strada delle pontare” bergab durch Bärenwald ins Val di Sole (766 m) und am Vermigliana-Bach aufwärts einer ehemaligen österreichischen Nachschubroute (feine Steinpiste) folgend zum “Ossario guerra bianca“ am Passo di Tonale (1883 m), Abendessen und Übernachtung in Gasthof, 2200 Hm bergauf, 1100 Hm bergab und 62 km, keine Schiebepassagen

 

MITTWOCH:

11. Etappe Unterwegs am Südabhang der Cevedale-Pyramiden, ab Tonale (1883 m) ein kurzes Stück in der Provinz Lombardei auf steilen Alpwegen bergab gen Val Camonica, dann auf einer eindrucksvollen “vecchia strada militare“ über die Montozzo-Scharte (2613 m) zum Lago di Pian Palu, weiter auf aussichtsreichen Wegen mit Naturbelag über den Passo di Cercen (2623 m) zu den alten Termen von Rabbi (1195 m), Abendessen und Übernachtung in Gasthof, 2900 Hm bergauf, 3500 Hm bergab, insgesamt 90 min Schieben bergauf und 15 min bergab, lange Single Track-Abschnitte

 

DONNERSTAG:

12. Etappe Über Ulten- und Nonstal, ab Rabbi (1195 m) auf unbekannten Alpwegen über den Passo Palu (2412 m), das Val Bresimo hinab zum Lago di Santa Giustina (675 m), weiter im Rücken der Brenta über den Monte Ozol (1559 m) nach Castelfondo (948 m) und nochmals bergauf unter dem Croce di Barba vorbei zur Unserer Lieben Frau im Walde (1351 m, San Felice), Abendessen und Übernachtung in Gasthof, 2700 Hm bergauf, 2550 Hm bergab und 60 km, 60 min Schieben bergauf und 20 min Schieben bergab

 

FREITAG:

13. Etappe – Am Etsch-Riff, ab San Felice (1351 m) auf Waldpisten zum Felixerweiher und auf die Aussichtskanzel des Gantkofels mit Blicken weit in die Dolomiten hinein und der Ruine des ex Forte Macaion, weiter auf Erdtrails zum Mendelpaß (1363 m), schließlich auf den Trails und Pisten der Kalterer Höhenroute immer wieder bergauf und bergab nach Kurtatsch an der Weinstraße (333 m), Abendessen mit Abschiedsabend und Übernachtung im Gasthof, 1700 Hm bergauf, 3050 Hm bergab und 58 km, keine Schiebepassagen

 

SAMSTAG:

Nach dem Frühstück Heimreise privat

 

ANFORDERUNGEN

Voraussetzung für erfolgreiches Gelingen ist neben einer sehr guten Kondition vor allem Freude am und die richtige Einstellung zum Erlebnis „Hochgebirge der Alpen“, wozu auch die Bereitschaft gehört, das Bike über längere Streckenabschnitte zu schieben. Ein fahrtechnisches Können ist erforderlich. Natürlich können einzelne Etappen im Begleitbus mitgefahren werden. Fast an jedem Tourentag gibt es einfachere Routen mit wesentlich geringeren Fahrleistungen.

Vier längere Schiebepassagen, fahrtechnisches Können ist erforderlich, sehr gute Grundausdauer - Richtlinie: 400 Hm in der Stunde auch über einen längeren Zeitraum hinweg

 

LEISTUNGEN

Organisation, Führung und Betreuung, Begleitfahrzeug mit Gepäcktransport.

 

TERMINE UND PREISE  

Für Gruppen auf Anfrage

 

HINWEISE

Die Kosten für Übernachtung und Verpflegung (je nach Bedarf etwa 55.- Euro pro Tag) müssen gesondert getragen werden. Die Gesamtkosten der Umrundung der Provinz Trient mit 14 Übernachtungen und 13 Etappen mit Begleitfahrzeug betragen etwa 1500.- Euro

Objektive wie subjektive Gründe (z.B. Schlechtwetter, Materialschäden, Krankheit) können zu einer Abänderung der geplanten Tagesetappen führen.

 

AUSRÜSTUNG

Jeder Teilnehmer erhält mit der Buchungsbestätigung eine AUSRÜSTUNGS-CHECK-LISTE.

 

Ronda Extreme Trentino Rund um Trient

Level 4 - für Könner

Fahrleistungen: 13 Etappen mit 34 050 Hm und 878 km

Preis für Gruppen: Auf Anfrage

Termin: Für Gruppen auf Anfrage

Highlights:

Die Haderburg über der Etsch, der Latemar-Trail und das Städtchen Moena im Fleimstal, der Schneid-Trail, Friedrich-August-Weg und Bindelweg im Antlitz der steinernen Kofel und Zinnen, der Aufstieg zur Forca Rossa, die Bergfahrt zur Baita Segatini unter den Pala-Spitzen, Forcella Magna - hohe Wege im Granit, das Bike-Hotel “Canterbury” im Tesino, der gewaltige Valsugana-Graben, Steine ohne Ende am Bivio Italia unter dem Ortigara-Karstplateau, Capucchino und Kuchen im Rifugio Stella Italia, der Maggio-Trail, die Strada degli Scarubbi am Pasubio, der Foxi-Downhill, großes Kino am Monte Zugna, die Kehrtunnel der Corno di Paura-Bergstraße am Abhang zur Etsch, die Tiefblicke vom Altissimo, Pasta und Pizza in Riva, das Alto Garda mit Tremalzo und Caplone, einsame Traum-Trails am Monte Brealone, die Bergfahrt zum Tonale, Polenta con fungi in der Bozzi-Hütte, der Montozzo-Trail zum türkisblauen Auge des Lago di Palu, die Schau auf die südlichen Ortler-Riesen vom höchsten Punkt der RondaExtreme (Passo Cercen, 2623 Meter), die Käseherstellung im Alpgebiet Palu, das Panorama vom Gantkofel am Etschriff und der Kalterer-Höhentrail 

 

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RONDA EXTREME TRENTINO