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Trans Patagonien

Abenteuerreise für Fortgeschrittene und Könner

Chile

Fahrleistungen: 4 Wochen mit Begleitjeep, etwa 1400 km 

Preis pro Person:    Auf Anfrage

Termin: Für Gruppen auf Anfrage

 

SOUTHTRAIL - UNTER DEM KREUZ DES SÜDENS

„Patagonien beginnt am Rio Negro“, sagt Bruce Chatwin. „Patagonien beginnt am Rio Colorado“, meint Bruno Baumann. „Die Grenzen Patagoniens sind nicht genau definiert“, findet Gino Buscaini, legt ihren nördlichen Verlauf schließlich dann doch auf den 39. Grad südlicher Breite, wo der Alumine-See eine große Niederung in das Rückgrat der Anden, der Hochkordillere gegraben hat. Im Süden endet Patagonien beim 52. Breitengrad. Dort grenzt es die Magellan-Straße klar von den Bergen Feuerlands ab.

Von Arica, Grenzstadt zu Peru, bis Puerto Montt erschließt die Hauptverkehrsader der PANAMERICANA auf einer Länge von 3200 Kilometer den nördlichen und zentralen Teil Chiles. 1976 begann die Armee unter General Pinochet mit dem Mammutprojekt einer durchgehenden Straßenverbindung in Südchile – von Puerto Montt 1200 Kilometer al Sur durch Patagonien nach Villa O’Higgins am Rande des Inlandeises, an der Grenze zu Argentinien. Kurz nach Fertigstellung dieser Naturstraße mit dem Namen CARRETERA AUSTRAL hat sich der Rio Baker in einem Canon 120000 Kubikmeter Straßenfundament wieder zurückgeholt. Erst seit zwei Jahren ist die Trasse jetzt wirklich befahrbar, schon kursieren Gerüchte eines neuen Projekts. Das Straßennetz von Puerto Natales jenseits des rund 400 Kilometer breiten Eisriegels soll an die CARRETERA AUSTRAL angebunden werden. Etwa durch einen Tunnel unter der größten kontinentalen Eiskappe hindurch? Oder über einen Grenzpass und Argentinien? 2004 am Paso de Sico in den Atacama-Anden erzählte mir ein Jeepfahrer, dass die Bauarbeiten für diese Passroute schon sehr weit fortgeschritten sind und einige Mountainbiker diese bereits passiert hätten. Das kann ich nicht recht glauben. Denn wo soll die Straße in Argentinien weiterführen? Etwa zur Estancia Tucu Tucu mit Anschluss an die Ruta 40? Oder zur Estancia Heva und nach Tres Lagos? Vielleicht sogar über den Lago San Martin zum Fitz Roy? Ist der Paso Roballos heute noch der entlegenste Grenzübergang Patagoniens?

 

REISEZIEL

Ursprünglich wollte Serac Joe eine möglichst direkte Route am Rand der Hochkordillere durch Patagonien zur Magellan-Straße finden, das Rätsel der berüchtigten Südwest-Passage lüften, in Coihaique mit dem Mountainbike starten und knapp vier Wochen später in Punta Arenas die Fahrt beenden. Nach langwierigen Verhandlungen mit den ministerios de relaciones exteriores y fronteras von Chile und Argentinien haben wir dieses Vorhaben aufgegeben. Die Südwestpassage von Villa O’Higgins zum Fitz Roy – Hito IV (Paso dos Lagunas) ist inzwischen offiziell von beiden Seiten für „turisti“ genehmigt und in den Sommermonaten freigegeben worden. Für den Übergang von Calafate am Lago Argentino zur Laguna Azul im Torres del Paine-Nationalpark – Hito 40 (Paso Zamora o la Rosada) – konnte dies bis heute nicht gelingen. Auch die geplante Route von Puerto Natales zum Seno Skyring und nach Punta Arenas beurteilen die Carabineros de Chile als nicht machbar. Wir hätten das Ziel an der Magellanstraße deshalb nur auf der viel befahrenen und heute auch großteils asphaltierten Ruta 9 erreichen können. Zudem ist Patagonien südlich des Lago Argentino touristisch schon sehr erschlossen. Deshalb haben wir unseren Routenplan geändert. Wir folgen ab Coihaique der Carretera Austral Richtung Süden mit der Cerro Castillo-Gruppe, dem Volcan Hudson-Gebiet, dem Lago General Carrera (zweitgrößter See Südamerikas), dem Rio Baker, Cochrane und Pazifikfjorden bis zum Ende nach Villa O’Higgins am südlichen Patagonischen Inlandeis. Nach der Südwestpassage zum Fitz Roy geht es am Lago Viedma Richtung Norden durch die argentinische Pampa zum San Lorenzo, zweithöchster Berg Patagoniens. Mit dem Rad gibt es hier kein Weiterkommen mehr. Vier harte Trekkingtage bringen uns zum Rio Oro, von dem wir wieder per Bike über den Paso Roballos nach Cochrane an der Carretera Austral zurückfahren. Diese Route hat keinen Expeditionscharakter, ist mehr ein Abenteuer.

Bei der Durchführung unseres Vorhabens sind wir mehrmals auf Fährboote angewiesen, die Fjorde oder riesige Seearme passieren. Zwar verkehren diese auf dem Papier regelmäßig, doch wenn das Wetter nicht mitspielt oder aber die Carabineros etwas dagegen haben, muss mit langen Wartezeiten gerechnet werden oder aber es gibt nur noch den Weg zurück. Fährt das Boot über den Brazo Noreste am Lago O’Higgins nicht, können wir über den Paso Rio Mayer die Estancia Tucu Tucu mit Anschluss an die Ruta 40 in Argentinien erreichen. Das hat dann Expeditionscharakter. Bis heute ist da nur ein Biker mit Unterstützung von Pferden einer Carabinero-Patrouille durchgekommen. Andernfalls bleibt nur noch die Rückfahrt auf der Carretera Austral nach Cochrane. Das kostet dann soviel Zeit, dass wir den Fitz Roy nicht mehr erreichen können.

 

HAUPTSCHWIERIGKEITEN

Das launische Klima Patagoniens mit viel Niederschlägen und sehr starken Winden, der Zustand der Pisten mit Schlamm in Chile und vielen Steinen in Argentinien.

Beim San Lorenzo-Trekking zwei schwierige Flussdurchquerungen in menschenleerer Naturwildnis.

Die Versorgung mit Wasser und Proviant ist unproblematisch.

 

ROUTE AB/BIS COIHAIQUE PER BIKE, PEDES UND BUS

Ab Coihaique auf der CARRETERA AUSTRAL bis nach Villa O’Higgins: Coihaique am Rio Collaique (740 m, 0 km) > Portezuelo Ibanez (1120 m, 83 km) > Villa Cerro Castillo (350 m, 98 km, bis dahin Betonpiste) > Puente Rio Ibanez > Portezuelo Rio Cajon Cofre (600 m, 162 km) > Puerto Rio Tranquilo (350 m, 228 km) am Lago General Carrera > Rio Leon (240 m) > Cruce el Maiten (400 m, 265 km) > Rio Baker > Cochrane ( 500 m; 331 km) > Puerto Yungay am Mitchell-Fjord (0 m, 464 km) > Fährschifffahrt > Puerto Rio Bravo > Portezuelo Rio Colorado > Villa O’Higgins am Rio Mayer (265 m, 564 km, auf Naturstraße) im Park Cerro Santiago.

Ab Villa O’Higgins auf der SÜDWEST-PASSAGE nach El Chalten am Fitz Roy: Villa O’Higgins (265 m, 0 km) > Bahia Bahamondez am Lago O’Higgins (250 m, 7 km) > per Boot auf dem Brazo Nororiental gut 40 km zum Puerto Candelario Mancilla > Paso „De la Divisoria, auch Paso dos Lagunas genannt“ (694 m, Wasserscheide Pazifik-Atlantic, Hito IV-O-B, Grenze Chile/Argentinien) > Laguna Largo > Laguna del Desierto (512 m, 27 km) > El Chalten am Fitz Roy (400 m, 77 km, auf Naturstraße und camino caballo, längere Schiebestrecken) im Nationalpark Los Glaciares – der Jeep muss diese Passage über den Paso Roballo, Bajo Caracoles und Tres Lagos östlich umfahren (gut 600 km).

Ab El Chalten zur RUTA 40 und zum San Lorenzo-Massiv: El Chalten (400 m, 0 km) > Lago Viedma (250 m) > Tres Lagos (200 m, 125 km) > Lago Cardiel (400 m) > Gobernador Gregores (300 m, 300 km) > Tamel Aike > Estancia La Oriental am Lago Belgrano (880 m) > Estancia El Rincon (870 m, 490 km) im Nationalpark Perito Moreno.

Ab Estancia El Rincon SAN LORENZO-TREKKING (per Pedes) zum Rio Oro, der in den Lago Pueyrredon fließt: El Rincon (870 m) > Puesto San Lorenzo (980 m, 21 km) > Lago Hermoso (1250 m, 31 km) > Rio Oro (800 m, 44 km) > Estancia los Nires (575 m, 55 km) – die Bikes werden im Jeep transportiert. Dieser muss die Trekking-Passage östlich umfahren (ca. 300 km).

Ab dem Lago Pueyrredon wieder per Bike über den PASO RODOLFO ROBALLO zurück nach Cochrane: Estancia Los Nires (575 m, 0 km) > Lago Posadas > Estancia La Aguada > Paso Roballo (647 m, 75 km) > Cochrane (500 m, 170 km).

Ab Cochrane mit dem Bus zurück nach Coihaique. Die Bikes werden im Jeep transportiert.

Diese Route ist das Ergebnis aus den Erfahrungen von zwei mehrmonatigen Patagonien-Aufenthalten und dem Studium von vielen Landkarten, Büchern, Zeitschriften und Internet-Auftritten. Mehr ist in vier Wochen nicht machbar. Für Hinweise und andere Ideen bin ich jederzeit dankbar.

 

ANREISE / RÜCKREISE

Mit Lan Chile ab Frankfurt (Rail & Fly) über Madrid nach Santiago de Chile, anschließend Inlandflug nach Coihaique im chilenischen Teil Patagoniens. Rückreise ab Coihaique Inlandflug nach Santiago de Chile, weiter mit Lan Chile zurück nach Frankfurt.

 

ANFORDERUNGEN

Eine sehr gute Kondition und Durchhaltevermögen, Einsatzwille und Abenteuerlust, Teamgeist und eine gewisse Spontanität – es lässt sich nicht alles vorher planen.

 

LEISTUNGEN

Organisation der Flüge (mit Transport der erforderlichen Ausrüstung) von Serac Joe, Kosten für die An- und Rückreise ab/bis Heimatort, Begleitjeep zum Transport des Proviants und der Ausrüstung sowie bei Bedarf einzelner Personen, Kosten für sämtliche Transfers per Bus oder Schiff vor Ort, Reiserücktrittskostenversicherung, eine begrenzte Anzahl von geeigneten Zelten und Kochern.

 

TERMINE UND PREISE

2010 nicht im Programm

 

HINWEISE

Es ist vorgesehen, wo möglich im Zelt zu übernachten und selbst zu kochen. Lediglich in Coihaique, Cochrane und vielleicht auch in Villa O’Higgins werden einfache Hosterias bezogen. Die anfallenden Kosten für diese Übernachtungen und die Verpflegung müssen von den Teilnehmern vor Ort gesondert getragen werden.

 

AUSRÜSTUNG

Bike (kein Leichtbau, kein Fully, mit Gepäckträgerbefestigungsmöglichkeit), Gepäckträger hinten, Hochtourenrucksack (etwa 50 bis 60 Liter), wetterfeste Kleidung, warmer Schlafsack, Isomatte, gute Trekking- oder Bergschuhe, wenn vorhanden sturmfestes Zelt. Jeder Teilnehmer bekommt eine Ausrüstungs-Liste mit Empfehlungen von Serac Joe.

 

Der Fitz Roy

Die Mountainbiker des Südens.

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 seit 1989

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TRANS PATAGONIEN

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