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TRANS KROATIEN - NORD

 Über das Ucka-Gebirge im Land der 1 000 Inseln zum Schatz im Silbersee im Velebit-Gebirge 

Trans Kroatien - Nord: Piran > Starigrad-Paklenica

Level 3: für Fortgeschrittene und Könner

Fahrleistungen: 6 Etappen mit 10 000 Hm bergauf wie bergab und 445 km, Begleitfahrzeug

 

Via Alpe Adria

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Grenzübertritt. Der Weg von Piran in Slowenien nach Kroatien hinein ist so holprig, wie der des Landes in die Europäische Union gewesen ist. Bergauf geht es jetzt. Man kann runter schauen auf die Adria. Es ist einsam hier, nur die Kilometersteine begleiten einen, die Trasse hat noch fast Feldwegqualität. Oben angekommen, ändert sich das. Dann ist die alte Bahnlinie Parenzana ein Trampelpfad im hohen Gras ...
Kroatien ((kroatisch Hrvatska, Autokennzeichen HR, seit 2013 Mitglied in der EU, die kroatische Währung bleibt die Kuna, es wird aber überall auch der Euro angenommen) erstreckt sich im Nordwesten von den östlichen Ausläufern der Alpen bis an die Donau im Osten. Im Süden wird der Balkanstaat Kroatien von der Adria begrenzt. In den Gebirgsregionen können sogar noch mit etwas Glück Raubtiere wie Braunbären, Luchse oder Wölfe gesichtet werden. Auf den höchsten Berggipfeln liegt im Winter Schnee und an den Küstenlinien dominiert ein mediterranes Klima mit vielen Sonnentagen.
... die ehemalige Trasse der Parenzana führt uns über gemauerte Viadukte hinweg und durch finstere Tunnels hindurch ins Herz der Halbinsel Istrien. Alles in Schotter - wir werden gerüttelt und geschüttelt. An einem Hang klebt das Künstlerdorf Groznjan. Auf einem Hügel haben sie das Städtchen Motovun gebaut. Es ist wie im Piemont. Es gibt Wein und Trüffel.

Anderntags folgen wir alten Partisanenwegen in die Ucka. Unsere Route traversiert das größte Gebirge Istiens auf seiner ganzen Länge. Den höchsten Punkt markiert ein Turm auf dem Gipfel des Vojak (1401 m). Bei günstiger Witterung bietet sich ein toller Rundblick über die Kvarner-Bucht mit den Inseln Cres, Krk und Rab, zum Velebit-Massiv und an den Julischen Alpen vorbei bis hin zu den Dolomiten. Der zweite Tourentag endet am fjordähnlichen Meeresarm von Plomin-Fianona.

Die Trans Croatia meidet den verkehrsreichen Küstenstreifen der Kvarner-Bucht mit den Städten Opatija und Rijeka. Per Bike an Land und Fährschiff im Wasser geht es in der Ideallinie nach Jablanac am Fuße des nördlichen Velebit-Gebirges. Es wird ein langer Tag. Wir lernen das mystische Bergland der Insel Cres kennen. Essen eine Pizza auf der Insel Krk. Kurbeln auf Steinbruch-Trails und Windschatten-Radwegen über das zerklüftete Inselarchipel Rab, ehe unsere Reifen nach vier Bootsfahrten wieder über kroatischen Festland walken. Nur die Bura - ein kalter, böiger Fallwind - kann uns einen Strich durch die Zeitrechnung machen. Der Philosoph Karl Marx entwarf über die den Karst Kroatiens herabstürzenden Windstöße folgendes Bild: >> Die Bora, der große Störenfried dieses Meeres, erhebt sich stets ohne das kleinste Warnungszeichen; mit der Gewalt eines Tornados überfällt sie die Seeleute und gestattet nur dem Kühnsten, auf Deck zu bleiben. Der Dalmatiner aber ist von Kindheit an gewöhnt, ihr zu trotzen, er wird hart unter ihrem Atem und verachtet die armseligen Winde anderer Meere.<<

Der Velebit ist ein 145 Kilometer langer Gebirgszug an der Küstenregion Kroatiens. Es gibt zwei Nationalparks. Die steinige Trasse der Pass Alan-Bergstraße bildet die Pforte zum weniger bekannten Nationalpark Nördlicher Velebit. Der Premužić Wanderpfad erschließt diese einzigartigen, weißen Karstformationen zwischen Wäldern und Wiesen. Den vierten Tourentag sarten wir mit einer Bergfahrt auf diesen Wegen von über 1600 Höhenmeter am Stück zum Gipfel Satorina (1624 m). Ganz ohne Schieben geht das nicht. Der Kurs ist wie die Natur hier rau und bisweilen gar grausam. Doch kann ein Großteil im Sattel des Gefährts bewältigt werden. Danach erwartet uns eine eben so lange Abfahrt durch den südlichen Teil des Nationalparks. Schließlich belohnen ein warmes Bad in der Adria und ein kühles Karlovacko (kroatisches Bier) nicht nur die Bezwinger des höchsten Berges im Mittleren Velebit.

Nochmals müssen wir aufs Meer hinaus! Mountainbiker gewinnen in der karstigen Wildnis auf den Höhen des Velebit gen Süden kaum Land. Die vielbefahrene kroatische Küstenstraße ist nicht das ideale Terrain von Stollenreifen. Diese fühlen sich auf der Insel Pag wohler. Die Steinige wirkt bei der Überfahrt mit dem Fährschiff wie eine menschenleere Mondlandschaft - nirgends grün, kein Schatten, nur Sonne und das blaue Wasser. Nach 50 Kilometern auf diesem von der Klubszene und Feierbiestern geliebte Eiland rollen unsere staubigen Reifen über die Pager Brücke zurück auf das Festland. Ziel ist das Novigrader Meer - ein Binnenmeer, das durch den Velebit-Kanal mit der Adria verbunden ist.

Gleich zu Beginn des letzten Tourentages passieren wir diese Meerenge auf der 60 Meter hohen und 300 Meter langen Maslenica-Stahlbogenbrücke. Vor unseren Augen scheinen die weißen Abhänge des südliche Velebit-Massivs ins Meer zu stürzen. Den Horizont grenzt die an eine Krone erinnernde Felsformation Tulove Grede, wo vor fünf Jahrzehnten der Film Winnetou gedreht wurde. Das kurvenreiche Schotterband der Mali Alan-Bergstraße führt uns dort hinauf. Kroatische Jeepwege leiten uns weiter zu den wilden Pferden auf dem Libinje-Plateau. Der folgende Abschnitt über den Vlaski Grad bis zur Ivancev-Dom-Hütte im Paklenica-Nationalpark wäre mit den Pferden der Apachen gut zu machen gewesen. Bergradlern bleibt allerdings meist nichts anderes übrig, als ihren Stollengaul zu schieben. Nach dem Feigenschnaps mit Hüttenwirt Franjo Paric gestärkt für die Abfahrt und in Gedanken bei Old Shatterhand geht es auf einem steinigen Karrenweg durch die Schlucht Velika Paklenica. Die Große Schlucht ist 14 Kilometer lang, an der engsten Stelle nur 50 Meter breit, links und rechts erheben sich mächtige Felswände 300 Meter himmelwärts. Die Trans Kroatien-Nord endet im kleinen Adria-Urlaubsort Starigrad Paklenica.

Landkarte

PROGRAMM: Trans Kroatien Nord - Von Piran nach Starigrad-Paklenica

 

SAMSTAG:

Anreise privat oder mit dem Serac Joe-Bus ab München-Hohenbrunn (Abfahrt gegen 10.00 Uhr) über Salzburg nach Piran (Stadt an der Adria in Slowenien, Treffpunkt gegen 18.00 Uhr), gemeinsames Abendessen mit Tourenbesprechung und Übernachtung in Hotel

Höhenprofil

SONNTAG:

1. Etappe Parenzana - alles in Schotter: Auf einer ehemaligen Eisenbahntrasse durch Istrien - ab Piran (0 m) über die nahe Grenze nach Kroatien und auf dem steinigen Parenzana-Radweg durch Tunnels und über Brücken nach Motovun (277 m), ein historisches Städtchen auf einem isolierten Hügel über dem Tal der Mirna. Nach der Einkehr auf einsamen Wegen am schönen Jezero Butoniga (34 m, Stausee) vorbei nach Buzet (83 m, Stadt der Weißen Trüffel), Abendessen und Übernachtung in Hotel 1650 Hm bergauf, 1550 Hm bergab und 87 km, keine Schiebepassagen


 

 

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MONTAG:

2. Etappe Über den höchsten Berg Istriens - ab Buzet (83 m) auf alten Partisanenwegen durch dichte Wälder und über tiefen Schluchten zum Poklonpass (922 m). Nach der Einkehr weiter bergauf zum Turm am Vojak (1401 m, höchster Berg des Ucka-Gebirgszug) mit einem einmaligen Rundblick auf Istrien, die Kvarner Bucht und die Inselwelt Kroatiens. Auf steinigen Pisten und Trails geht es am spektakulären Ucka-Wall (Sisol-Rücken) abwärts in den malerischen Ort Plomin (150 m) an der Istrischen Ostküste am >> Großen Tor von Kvarner <<, Abendessen und Übernachtung in Hotel 1900 Hm bergauf, 1850 Hm bergab und 67 km, etwa 20 Min. Schieben bergab (die Schiebepassage kann auch einfach umfahren werden)


 

 

Kroatien Tag 3

DIENSTAG:

3. Etappe Ein langer Tag mit Bike (Inseln Cres, Krk und Rab) und Boot durch die Kvarner Bucht - ab Plomin (150 m) auf der istrischen Küstenstraße zum nahen Hafen Brestova (0 m): Überfahrt mit dem Fährschiff (Fahrzeit 20 min.) nach Porozina (0 m) auf der Insel Cres - eine Steinwüste eingerahmt von Wäldern und Macchia. Auf uralten Maultierwegen und Schotterpisten über das Rückgrat (360 m, das mystische Tramontana) zur Römischen Brücke im kleinen Ort Beli (150 m). Weiter auf schmalen Teersträßchen zum Naturhafen des alten Küstendorfes Merag (0 m): Überfahrt mit dem Fährschiff (Fahrzeit 25 min.) nach Valbiska (0 m) auf der Insel Krk. Nach kurzer Einkehr Überfahrt mit dem Fährschiff (Fahrzeit 90 min.) von Valbiska nach Lopar (0 m), nördlichster Hafen der Insel Rab. Auf Trails, Pisten und Straßen über die kleinste und grünste der Kvarner Inseln nach Banjol (20 m). Abendessen in Restaurant und Übernachtung in Pension 1300 Hm bergauf, 1450 Hm bergab und 55 km per Bike und 40 km per Boot, etwa 30 Min. Schieben bergauf (die Schiebepassage kann auch einfach umfahren werden)

 

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MITTWOCH:

4. Etappe Durch den Nacionalni park Sjeverni Velebit - sein Relief grausam und rau! - ab Banjol (20 m) zum nahen Hafen Misniak (0 m, Insel Rab). Überfahrt mit dem Fährschiff (Fahrzeit 12 min.) nach Stinica (0 m) auf dem kroatischen Festland. Dann lange Bergfahrt auf Asphalt und Schotter zur Veliki Alan Hütte (1340 m, der Parkeintritt kostet etwa 6.- €). Nach der Brotzeit auf Velebit-Steinpisten über den Pass Alan (1414 m) und befestigten Maultierpfaden auf den Satorina-Gipfel (1624 m, höchster Berg der Region) im Nationalpark Nördlicher Velebit (Sjeverni Velebit mit einzigartigen Karstformationen zwischen Wäldern und Wiesen). Bergab auf Trails und Pisten zur bewirtschafteten Berghütte Kugina Kuca (1180 m) und den steilen Küstenhang hinab in den kleinen Adria-Badeort Karlobag (0 m), Abendessen und Übernachtung in Hotel 1900 Hm bergauf, 1900 Hm bergab und 80 km per Bike und 4 km per Boot, etwa 30 min Schieben bergauf und 30 min bergab

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DONNERSTAG:

5. Etappe Über den Mond zum Novigrader Meer - ab Karlobag (0 m) auf der kroatischen Küstenstraße zum 16 Kilometer entfernten Hafen von Prizna (0 m): Überfahrt mit dem Fährschiff (Fahrzeit 20 min.) nach Zigljen (0 m) auf der Insel Pag. Auf Asphalt und Schotter durch die in Sepiatönen getünchte, karge Landschaft der Insel, vorbei an den Partymeilen der Orte Novaglia und Pag, über eine Brücke zurück auf das kroatische Festland und in den kleinen Hafenort Posedarje am Novigrader Meer (0 m, Norddalmatien), Abendessen und Übernachtung in Hotel 1300 Hm bergauf, 1300 Hm bergab und 92 km per Bike und 3 km per Boot, keine Schiebepassagen


 

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FREITAG:

6. Etappe Auf den Spuren von Winnetou durch den Nationalpark Paklenica - ab Posedarje (0 m) auf dem Asphalt und Schotter der Mali Alan-Bergstraße zu den karstigen Zähnen der Felsformation Tulove Grede (1020 m, der Eintritt in den Nationalpark Velebit-Paklenica kostet etwa 7,00.- Euro), einer der legendären Schauplätze des fiktiven Apachenhäuptlings Winnetou, heute wohl der berühmteste Sohn des Velebit-Gebirges. Weiter auf holprigen Pisten zu den Pferden im wilden Libinje-Karstrund (780 m), dann oft beschwerlich und den Stollengaul schiebend über den Gipfel Vlaski Grad (1300 m) zur Ivancev-Dom-Hütte (560 m). Schließlich auf Karrenwegen und kurzen Steigabschnitten durch die Große Schlucht Velika Paklenica zum Ziel der Trans-Croatia-Teil 1 im kleinen Adria-Urlaubsort Starigrad Paklenica (0 m, italienisch Cittavecchia - die Alte Stadt), Abendessen und Übernachtung in Hotel 1900 Hm bergauf, 1900 Hm bergab und 64 km, etwa 70 min. Schieben bergauf und 60 min. Schieben bergab, einfachere Variante ohne die Große Schlucht möglich - dann 1300 Hm bergauf, 1300 Hm bergab und 63 km ohne Schiebepassagen

 

SAMSTAG:

Transfer mit dem Serac Joe-Bus von Starigrad-Paklenica nach Piran (Ankunft gegen 13.00 UHR), weitere Heimreise privat oder mit dem Serac Joe-Bus nach Salzburg oder München.

 

ANFORDERUNGEN der Trans Kroatien Nord

Level 3

 

Kondition

 

 

 

 

 

Fahrtechnik

 

 

 

 

 

10 000 Höhenmeter bergauf wie bergab und 445 Kilometer in 6 Etappen, zwei längere Schiebepassagen:

Kondition - sehr gute Grundausdauer erforderlich - Richtlinie: 350 Hm in der Stunde auch über einen längeren Zeitraum hinweg

Fahrtechnik - ein fahrtechnisches Können ist erforderlich