Diretissima1

Oberstdorf > Gardasee Direttissima

Level 5 - extrem

Fahrleistungen: 4 Etappen mit 10 200 Hm und 305 km, Rucksacktour

Preis pro Person: Für Gruppen auf Anfrage

Termin:           Für Gruppen auf Anfrage

Highlights:

Allgäuer Haupttal mit der legendären Leiter am Schrofenpass, die Passage durch den Tobel zur Leutkirchner Hütte, das wildromantische Schönverwall mit der Heilbronner Hütte, das reizende Fimbatal mit der Heidelberger Hütte und der Supertrail hinab zum jungen Inn, die Val d’Uina-Schluchgalerie mit der Übernachtung auf der Sesvenna, im Rücken von Ortler, Zebru und Königsspitze über den höchsten Punkt am Madritschjoch mit 3123 Meter - Capu und Strudel auf der Zufallhütte, das Tor zum Süden unter den Cevedale-Spitzen, die Halbpension bei Frl. Serena, die Brenta-Piste über den Bärenpass und nach 3,5 Tagen der Blick vom Ballino zum Lago

 

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NÄHER RAN AN DIE BERGE KOMMEN BIKER NICHT

Die erstmals 1998 vollständig befahrene Joe-Diretissima von Oberstdorf zum Gardasee über den Ortler ist sicher eine der extremsten Überquerungen der Ostalpen. Der Routenverlauf gleicht einem auf der Landkarte mit dem Lineal gezogenen Strich. Doch dieser Alpencross ist nichts für Warmduscher. Landschaftlich zwar überwältigend, doch hochalpin, gespickt mit kniffligen Trails und anstrengenden Schiebestücken, Eispassagen garantiert. Über die Lechtaler Alpen und durch das eisige Verwall-Herz peilen wir Ischgl an. Ehe es am Ortler ernst wird, bieten der Fimberpass und die Val d'Uina-Schluchtgalerie bekanntes Tourenglück. Die eineinhalb Kilometer hohe, eisbehängte Ortler Nordwand weist den Weg ins Suldental. Über zwei Kilometer Höhendifferenz müssen Biker aus dem Vinschgau zum 3123 Meter hohen Madritschjoch bewältigen. Ohne Schneegestapfe geht da oft nichts. Im Rücken die Nordwand der Königsspitze. Wirklich hart wird es aber erst in der Cevedalegruppe. Fast 800 Höhenmeter sind es zur über 3000 Meter hohen Furkelscharte, dem Tor zum Süden, ins Val di Sole. Bikegeschleppe unter der Zufallspitze. Zuletzt über ewiges Eis. Da muß man auch umkehren können, wenn die Verhältnisse schlecht sind. Stimmt aber alles, graben sich die Reifen in den Trail zur Cevedalehütte, hinterlässt die Diretissima Spuren in uns.

Hinweis: Den alte Weg an der Doppelseescharte hat sich die Natur wieder genommen, die Steinschlaggefahr ist sehr hoch. Deshalb wurde rechts daneben im weniger gefährdeten Gelände ein neuer, drahtseilgesicherter Steig angelegt, den Bergradler mit geschultertem Drahtesel kaum mehr erklimmen können. Die klassische, direkte Linie hat deshalb eine kleine Beule bekommen. Wir umfahren 2010 diesen gefährlichen Übergang am Verwaller Winterjöchli mit der Heilbronner Hütte.

Der Grand Slam der Ostalpen - die Teilnehmer der vier verschiedenen Routen (Bassa-einfach, Alta-mittel, Joe-schwer, Direttissima-extrem) von Oberstdorf zum Gardasee kommen alle am Samstag den 11.07.2010 in Riva an, tauschen ihre Erlebnisse aus und feiern gemeinsam ein Fest.

 

PROGRAMM     Direttissima

DIENSTAG:

Anreise privat nach Fischen (Bahnhof) bei Oberstdorf, Treffpunkt gegen 19.00 Uhr, gemeinsames Abendessen und Tourenbesprechung, Übernachtung in Gasthof

 

MITTWOCH:

1. Etappe (Über die Allgäuer und Lechtaler Alpen) ab Fischen (761 m) entlang der Iller, Trettach und Sillach über den Schrofenpass (1687 m) ins Lechtal (1124 m), weiter über das Almajurjoch (2252 m) mit der Leutkirchner Hütte nach St. Anton (1286 m) und das reizvolle Moostal streifend zur Konstanzer Hütte (1700 m), Abendessen und Übernachtung in Berghütte, 2100 Hm bergauf, 1200 Hm bergab und 52 km, 100 min Schieben bergauf und 15 min bergab

 

DONNERSTAG:

2. Etappe (Durch das Herz des Verwalls und über die Silvretta ins Unterengadin) ab der Konstanzer Hütte (1700 m) durchs Schönverwall über das Verbellener Winterjöchli mit der Heilbronner Hütte (2300 m) und durchs Paznaun nach Ischgl (1376 m), weiter durchs Fimbatal an der Heidelberger Hütte vorbei über den Fimbapass (2608 m) nach Sur En (1112 m, am jungen Inn) und schließlich durch die wilde Uina-Schlucht über den Schlinigpass (2295 m) nach Italien zur Sesvennahütte (2256 m), Abendessen und Übernachtung in Berghütte, 2800 Hm bergauf, 2250 Hm bergab und 82 km, 90 min Schieben bergauf

 

FREITAG:

3. Etappe (Am Cevedale über das Ortlermassiv) ab der Sesvennahütte (2256 m) in den Vinschgau (904 m) und durch das Suldental zur Schaubachhütte gegenüber Ortler, Zebru und Königsspitze, weiter über das Madritschjoch (3123 m) zur Zufallhütte (2265 m) und über die Fürkelescharte (3032 m, Gletscher) nach Dimaro im Val di Sole (767 m), Abendessen und Übernachtung in Gasthof, 3300 Hm bergauf, 4700 Hm bergab und 91 km, 200 min Schieben bergauf und 45 min bergab

 

SAMSTAG:

4. Etappe (Über die Brenta zum Gardasee) ab Dimaro (767 m) über den Campo Carlo Magno (1702 m) nach Madonna di Campiglio (1525 m) in der Brenta, über den Bärenpass (1836 m) ins Sarcatal (400 m) und über den Passo Ballino (763 m) nach Riva (66 m), Abschiedsabend in Pizzeria, Übernachtung in Hotel, 2000 Hm bergauf, 2700 Hm bergab und 80 km, 30 min Schieben bergauf

 

SONNTAG:

Nach dem Frühstück Rücktransfer mit dem Serac Joe-Bus über den Brenner nach Fischen bei Oberstdorf, Ankunft gegen 15.00 Uhr

 

ANFORDERUNGEN

Voraussetzung für ein erfolgreiches Gelingen ist neben einer sehr guten Kondition in erster Linie die richtige Einstellung zum Erlebnis „Hochgebirge der Alpen“. Einige Abschnitte weisen einen ernst zu nehmenden, hochalpinen Charakter auf. Absolute Trittsicherheit und das Beherrschen des Bikes sind erforderlich. Serac Joe-Neukunden sollten mit uns Rücksprache treffen und Ihren Erwartungshorizont genau hinterfragen.

Anstrengende Schiebepassagen, fahrtechnisches Können ist erforderlich, sehr gute Grundausdauer - Richtlinie: 400 Hm in der Stunde auch über einen längeren Zeitraum hinweg

 

LEISTUNGEN

Organisation, Führung und Betreuung, Rücktransfer nach Fischen

 

HINWEISE

Die Kosten für die Übernachtungen und Verpflegung (je nach Bedarf etwa 50.- Euro pro Tag) müssen gesondert getragen werden. Die Gesamtkosten dieser Alpenüberquerung mit 5 Übernachtungen und 4 Fahretappen betragen etwa 650.- Euro.

Objektive wie subjektive Gründe (z.B. Schlechtwetter, Materialschäden, Krankheit) können zu einer Abänderung der geplanten Tagesetappen führen.

 

AUSRÜSTUNG 

Jeder Teilnehmer erhält mit der Buchungsbestätigung eine AUSRÜSTUNGS-CHECK-LISTE.

 

Im Tor zum Süden über dem Furkelgletscher und unter dem Cevedale - Foto: Ulf Beck

Die Mountainbiker des Südens.

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