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TRANS CARNIA

 Von den Sextener Dolomiten entlang des Karnischen Hauptkammes nach Kranjska Gora am Fuß der Julischen Alpen  

Trans Carnia: Sexten > Kranjska Gora (Via Alpe Adria)

Level 2 bis 3: für Fortgeschrittene und Könner

Fahrleistungen: 6 Etappen mit 11 150 Hm bergauf, 11 650 Hm bergab und 286 km, Begleitfahrzeug

Via Alpe Adria

TransCarnia-4

Eigentlich wäre die Strecke des zweiten Abschnittes der Via Alpe Adria von Sexten am Karnischen Grenzkamm entlang nach Kranjska Gora in Slowenien ideal für eine Rucksacktour. Herrlich gelegene, hohe Berghütten mit stimmungsvollen Fernsichten warten auf müde Bergradler. Unvergessen bleibt die Marinelli-Hütte. Das Rifugio klebt wie ein Adlerhorst auf dem einzig ebenen Flecken weit und breit zwischen den Felsabstürzen der Hohen Warte. Nur eine kleine Terrasse findet dort oben noch Platz. In den Flanken auf beiden Seiten verlaufen die Trassen alter Alpini-Straßen aus dem Gebirgskrieg. Der steinige Belag und ihre Neigung fordern dem Bergradler einiges an Kraft und Stehvermögen ab. Wenn dann am Rücken noch ein schwerer Rucksack baumelt, werden die Berg- und Talfahrten schnell zur Qual. Nur mit Tagesgepäck hat man aber eine faire Chance, oben am Karnischen Grenzkamm weite Strecken im Sattel zu bewältigen. Diese Alpenüberquerung beginnt mit einer lupenreinen Gipfelfahrt auf den Helm. Andächtig bestaunt man die Sextener Dolomitenkofel. Nach der Brotzeit auf der schönen Sillianer Hütte weisen riesige Steinmänner den Weg hinüber zum Knieberg. Der Stoneman-Trail führt auf dem fahrtechnisch nicht wirklich schweren, allerdings stellenweise in steilsten Schrofen verlaufenden Karnischen Höhenweg zum Kriegerfriedhof am Hochgräntenjoch. Es folgt die Demut-Passage. Der Name stammt von einer Bergspitze darüber und hat durchaus seine Berechtigung. Auf diesem Militärweg erfolgte der Nachschub für das ehemalige Werk Roteck, von dem heute kaum mehr als Grundmauern erhalten sind. Da auf dem Friedensweg ganz oben mit dem Fahrrad kein Land zu gewinnen ist, bleiben wir weiterhin demütig und folgen den Militärpisten eine Etage tiefer auf der italienischen Empore über dem Cadore, wechseln am Plöckenpass ins Österreichische Kärnten und verlassen nach dem Nassfeld den auslaufenden Karnischen Kamm zu den Julischen Alpen hin. Aus dem italienischen Kanaltal führen einsame Waldpisten und steinige Karrenwege in das entlegene Dogna-Tal und zu den Wiesen von Saissera, aus denen sich die Nordwandrinnen des Montasch, gewaltigster Berg der Julischen Alpen, zum Drachengrat aufbäumen. Der zweite Teil der Via Alpina endet in Kranjska Gora, bekannt als Austragungsort alpiner Weltcuprennen und wegen der berühmten Skiflugschanze von Planica. Übernachtet wird in ausgewählten Hotels und Gasthöfen. Das Gepäck transportiert der Begleitbus.

Ostalpen - Challenge: Die Via Alpe Adria von Mittenwald nach Makarska besteht aus fünf eigenständigen Tourenwochen (Trans Alp, Trans Carnia, Trans Slowenien, Trans Kroatien Nord und Trans Kroatien Süd). Ihr Verlauf beschreibt das Gegenstück der Langstrecke vom Watzmann zum Mont Blanc (Gesamtalpencross) und weiter auf der gta über die Westalpen zur Riviera. Die Ostalpen Challenge meistert das Rückgrat der Alpen am Brenner in großer Manier, schwenkt auf der Südseite von den bekannten Wegen der Alpencrosser ab. Die Route zeichnet einen hohen Weg auf die Landkarte Südtirols, folgt den Alpini- und Kaiserjägersteigen am Karnischen Grenzkamm entlang nach Slowenien, überquert die zentralen Julischen Alpen, schlängelt sich über die Karsthöhen zur Adriaküste Sloweniens (Piran) und endet nach den Traversen von Ucka und Velebit (Kroatien), den Passagen der Adriainseln Cres, Rab, Pag und Brac 1800 Meter über der kroatischen Riviera (Makarska) beim Heiligen Georg im Biokovo-Massiv.

 

Landkarte

PROGRAMM: Trans Carnia - Von Sexten nach Kranjska Gora

SAMSTAG:

Anreise privat oder mit dem Serac Joe-Bus ab München-Hohenbrunn (S-Bahnhof, Abfahrt gegen 14.00 Uhr) nach Sexten (Italien, Treffpunkt gegen 18.00 Uhr), gemeinsames Abendessen mit Tourenbesprechung in Pizzeria und Übernachtung in Hotel

 

 

Höhenprofil

SONNTAG:

1. Etappe Der Stoneman-Trail - ab Sexten (1300 m) durch Lärchenwald auf den Helm-Gipfel (2433 m) mit prächtiger Schau auf Einser, Neuner, Elfer und Zwölfer - den Kofeln der Sextener Dolomiten, nach Rast auf der Sillianer Hütte (2447 m) auf der Demut-Passage von Roland Stauders Stoneman-Trail hinüber zum Knieberg (2325 m) und aus dem Val Dignon (1460 m) über den einsamen Passo Palombino (2032 m) ins Valvisdende (1261 m, Italien) Abendessen und Übernachtung in einfachem Berggasthof, 1950 Hm bergauf, 2000 Hm bergab und 44 km, etwa 20 min Schieben bergauf

 

Höhenprofil

MONTAG:

2. Etappe Am Hochweißstein 1000 Meter über der Dolomitenstraße - ab Valvisdende (1261 m) auf der strada delle malghe am Karnischen Hauptkamm (5 Almen, höchster Punkt 2010 m, lange Single Track-Abschnitte) zum Hochweißstein und durch viele Kehren über den Passo di Col di Caneva (1842 m) ins Bergdorf Forni Avoltri (888 m, Italien), Abendessen und Übernachtung in Gasthof, 1700 Hm bergauf, 2050 Hm bergab und 47 km, keine längeren Schiebepassagen

 

 

 

Höhenprofil

DIENSTAG:

3. Etappe Über den Plöckenpass - ab Forni Avoltri (888 m) auf alten Militärstraßen und -wegen zum Rifugio Marinelli (2111 m) im Fels der Hohen Warte und abseits über den Plöckenpass (1357 m) und auf einer alten Römerroute durch die Mauthner Klamm nach Kötschach Mauthen (707 m, Österreich) Abendessen und Übernachtung in Gasthof, 1600 Hm bergauf, 1800 Hm bergab und 40 km, keine längeren Schiebepassagen

 

 

 

 

Höhenprofil

MITTWOCH:

4. Etappe Zum Nassfeldpass - ab Kötschach Mauthen (707 m) durch den Kronhofgraben bergauf zur Dr. Steinwender Hütte (1720 m) am Hohen Trieb und über die Straniger Alm zum Lanzenpass (1552 m) auf der italienischen Seite des Karnischen Hauptkammes, nach der pasta unterm Hochwipfel über den Rattendorfer Sattel (1781 m) zurück nach Österreich und um das Karnische Zuckerhütl zum Nassfeldpass (1552 m, Grenze A/I), Abendessen und Übernachtung in Gasthof, 2200 Hm bergauf, 1350 Hm bergab und 54 km, insgesamt etwa 45 min Schieben bergauf

 

 

 

Höhenprofil

DONNERSTAG:

5. Etappe Zum Montasch - ab Nassfeldpass (1552 m) auf dem Karnischen Höhenweg über den Gartner Sattel (1863 m) und auf feinen Trails zwischen den felsigen Karnischen Wipfeln hindurch zur Egger-Alm (1422 m), weiter am Schönwipfel über die grüne Grenze ins italienische Kanaltal und nach Valbruna (807 m, Italien) am Fuß der gewaltigen Montasch-Flanken, Abendessen und Übernachtung in Gasthof, 1600 Hm bergauf, 2350 Hm bergab und 44 km, etwa 30 min Schieben bergauf

 

 

 


 

Höhenprofil

FREITAG:

6. Etappe Über den heiligen Berg und das Dreiländereck nach Kranjska Gora - ab Valbruna (807 m) steile Bergfahrt zum Monte Santo di Lussario (1760 m), nach der pasta noch steilere Abfahrt auf dem >> Büßerweg << nach Tarvisio (732 m), an den Mangartseen vorbei auf den Monte Coppa und am Dreiländereck (1508 m) mit grandiosen Aussichten in die Julischen Alpen über die grüne Grenze nach Kranjska Gora (809 m, Slowenien), Abendessen und Übernachtung in Gasthof, 2100 Hm bergauf, 2100 Hm bergab und 57 km, keine längeren Schiebepassagen

 

 

 

SAMSTAG:

Transfer mit dem Serac Joe-Bus von Kranjska Gora nach Sexten (Fahrzeit etwa 3,5 Stunden), weitere Heimreise privat oder mit dem Serac Joe-Bus nach München-Hohenbrunn.
 

 

ANFORDERUNGEN der Trans Carnia-Tour

Level 2 bis 3

 

Kondition

 

 

 

 

 

Fahrtechnik

 

 

 

 

 

11 150 Höhenmeter bergauf, 11 650 Höhenmeter bergab und 286 Kilometer in 6 Etappen, keine längeren Schiebepassagen:

Kondition - sehr gute Grundausdauer erforderlich - Richtlinie: 350 Hm in der Stunde auch über einen längeren Zeitraum hinweg

Fahrtechnik - ein fahrtechnisches Können ist von Vorteil